Marcos Dienstwagen: Der Schaeffler BMW M4 DTM

Die Saison 2019 markierte für die DTM den Startschuss in die neue Class-1-Ära. Seither schickt BMW M Motorsport das stärkste DTM-Fahrzeug ins Rennen, das jemals gebaut wurde. Mehr als 600 PS, ein deutlich reduziertes Fahrzeuggewicht, Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h und die zur Saison 2019 eingeführte Push-to-Pass-Funktion machen die am härtesten umkämpfte Tourenwagenserie noch schneller und spektakulärer. Im Mittelpunkt des Class-1-Reglements, das zur Saison 2019 in der DTM eingeführt wurde, steht der Wunsch nach mehr Leistung. Diesem Wunsch kamen die BMW M Motorsport Ingenieure mit dem P48-Motor nach. Gleich im ersten Rennen der neuen Turbo-Ära in der DTM stand ein BMW ganz oben. Im ersten Saisonrennen 2019 auf dem Hockenheimring siegte Marco Wittmann in seinem Schaeffler BMW M4 DTM.

Motor / Abgasanlage.
Die wesentliche Neuerung im BMW M4 DTM ist der Motor. Der Vierliter-V8-Motor P66 wurde durch ein hochmodernes, neu entwickeltes Turboaggregat mit der Bezeichnung P48 ersetzt. Dieses erzielt im Vergleich zum V8-Vorgängermodell aus der Hälfte des Hubraums eine deutlich höhere Leistung bei niedrigerem Verbrauch. Wie bei den BMW Serienmotoren handelt es sich auch beim P48 um einen aufgeladenen Zweiliter-Reihenmotor mit Direkteinspritzung.

Für den neuen Turbomotor musste die Abgasanlage komplett neu konzipiert werden. Der BMW M4 DTM nach Class-1-Reglement ist mit einem deutlich verkürzten Endrohr nur noch auf der rechten Fahrzeugseite ausgestattet. Sein Ausgang mündet im mittleren Türbereich neben der Entlüftung. Das zweite Endrohr, das es in der Vergangenheit auf der linken Fahrzeugseite gab, fällt weg.

Push-to-Pass.
Zur Saison 2019 führt die DTM erstmals eine Push-to-Pass-Funktion ein. Mittels eines zusätzlichen Einheitsbauteils, dem so genannten Kraftstoff-Massenstrom-Restriktor, können die Fahrer per Knopfdruck bis zu 30 PS mehr Motorleistung abrufen. Diese Steigerung wird dadurch erreicht, dass vorübergehend unter Volllast mehr Treibstoff in die Brennräume der vier Zylinder des P48 Turbomotors eingespritzt wird.

Heckflügel / DRS.
Im Vergleich zur Saison 2018 ist der Heckflügel des BMW M4 DTM um 520 Millimeter breiter. Zudem hat er nur noch ein Profil. Das Konzept des Einheitsteils hat die DTM aus der Japanese Super GT Championship übernommen. Der Heckflügel verfügt weiterhin über DRS (Drag Reduction System) in Form eines pneumatischen Klappmechanismus, durch den der Luftwiderstand des Fahrzeugs reduziert wird.

Nummernschild.
Gemäß Class-1-Reglement entfällt ab 2019 das Nummernschild am BMW M4 DTM. Dadurch vergrößert sich die Öffnungsfläche für die Kühlung. Die Öffnung der charakteristischen BMW Niere wurde ebenfalls optimiert.

Kühlauslässe.
Für den Ladeluftkühler des BMW Zweiliter-Turbomotors wurden die Kühlauslässe in der Motorhaube deutlich vergrößert.

Frontsplitter.
Der Überstand des Frontsplitters wurde um bis zu 90 Millimeter verringert. Diese Änderung wirkt sich positiv auf die Robustheit des BMW M4 DTM bei Rad-an-Rad-Duellen aus.

Diffusor.
Der Diffusor des BMW M4 DTM wurde um 30 Millimeter abgesenkt und der Start der Diffusorrampe um 870 Millimeter vorgezogen.

Heckscheibe.
Neu ist auch der Auslass an der Heckscheibe des BMW M4 DTM. Er sorgt für die optimierte Entlüftung des Innenraums. In weiteren Details bleibt die Aerodynamik im Vergleich zu 2018 unverändert. Mit dieser Kombination aus bewährten und modifizierten Aerodynamik-Komponenten wird der Fahrer noch mehr in den Fokus gerückt. Gleichzeitig gelingt es, ein aerodynamisches Wettrüsten zwischen den Herstellern zu vermeiden.

Innenraum.
Für noch mehr Sicherheit sorgt die neue Feuerwand im Innenraum, die das Cockpit direkt hinter dem Fahrer nach oben abschirmt. Entsprechend gibt es ab der Saison 2019 keinen Innenspiegel mehr. Dafür ist der BMW M4 DTM mit einer Rückfahrkamera samt Bildschirm ausgestattet.