Triumph beim DTM-Saisonfinale

10. Oktober 2022 Zurück zur Artikelübersicht »

Marco Wittmann hat am letzten DTM-Wochenende der Saison den Bann gebrochen und im Abschlussrennen seinen ersten Sieg 2022 gefeiert.

 

Es war das erhoffte versöhnliche Ende einer insgesamt enttäuschenden DTM-Saison: Beim Finale in Hockenheim fuhr Wittmann in seiner Green Machine bereits am Samstag als Dritter aufs Podium – erst sein zweiter Podestplatz des Jahres nach dem dritten Platz in Imola. „Nach der harten Zeit für das Team und mich bin ich über dieses Ergebnis und unsere Leistung sehr glücklich. Von Beginn dieses Wochenendes an lief es für uns deutlich besser als zuletzt“, sagte Wittmann. „Ich denke, der Sieg wäre auch möglich gewesen. Den nehme ich mir jetzt natürlich für das Saisonfinale am Sonntag vor.“

 

Und Wittmann ließ seinen Worten Taten folgen. Vom vierten Startplatz erwischte er am Sonntag einen Raketenstart und lag bereits nach der ersten Kurve in Führung. Diese gab er nach seinem Boxenstopp nur kurz noch einmal an René Rast ab, holte sie sich aber postwendend zurück. So fuhr er zum 18. DTM-Sieg seiner DTM-Karriere, und der Jubel bei ihm und Walkenhorst Motorsport war riesig. „Für mich fühlt es sich unglaublich gut an, die Saison auf diese Weise zu beenden“, sagte Wittmann. „Es war ein hartes Jahr für mein Team und mich. An einigen Wochenenden war es bitter zu sehen, dass uns völlig die Performance gefehlt hat. Umso wichtiger war es für alle im Team, mit so einem Erfolg aus der Saison herauszugehen und diesen Schwung hoffentlich ins nächste Jahr mitzunehmen.“

 

Warme Worte hatte Wittmann für Sheldon van der Linde übrig, der als erster BMW M Motorsport Fahrer seit Wittmann selbst 2016 DTM-Champion wurde. Der Teamtitel ging an Schubert Motorsport. „Herzlichen Glückwunsch an Sheldon und das Team Schubert zum Titelgewinn in der Fahrer- und Teamwertung. Sie hatten eine fantastische Saison, auf die sie stolz sein können. Beide Titel sind hochverdient.“

 

In Hockenheim gab es auch schon erste News zur Rennsaison 2023. Marco Wittmann wird bei den IMSA-Langstreckenklassikern in Daytona und Sebring im BMW M Hybrid V8 Prototyp an den Start gehen. „Ich freue mich riesig, auch in der kommenden Saison wieder in der IMSA-Serie Rennen zu fahren und bei Klassikern wie den 24 Stunden von Daytona und den 12 Stunden von Sebring dabei zu sein“, sagte Wittmann. „Ich habe schon einige Testtage im BMW M Hybrid V8 absolviert und bin begeistert, bei so einem Projekt dabei zu sein. Das Fahrzeug hat viel Abtrieb, viel Leistung, keine Fahrhilfen wie ABS – ein richtiger Prototyp eben. Es wird sehr cool werden, die vier IMSA-Stammfahrer zu unterstützen.“