Qualifier auf der Nordschleife: Generalprobe für die 24h Nürburgring

08. Mai 2022 Zurück zur Artikelübersicht »

Nach dem DTM-Auftakt im portugiesischen Portimão ging es für Marco Wittmann an diesem Wochenende auf die Nürburgring-Nordschleife. Hier standen die beiden Qualifying-Rennen für das 24-Stunden-Rennen Ende Mai auf dem Programm. Wittmann ist hier Teil des Teams von ROWE Racing und teilt sich das Cockpit des #98 BMW M4 GT3 mit Sheldon van der Linde, Nick Catsburg und John Edwards.

Auf das Quartett wartete ein dicht getakteter Zeitplan, mit zwei Qualifyings und dem Top-30-Qualifying am Freitag, Rennen eins am Samstag sowie einem weiteren Top-Qualifying und Rennen zwei am Sonntag. Die beiden Rennen gingen jeweils über drei Stunden.

In Lauf eins am Samstagabend verpassten Wittmann und seine Teamkollegen das Podium als Vierte nur knapp. Im zweiten Rennen, das am Sonntagnachmittag ausgetragen wurde, hatten sie die nächste Chance auf ein Podium für die #98, nachdem Startfahrer Wittmann in seinem Stint mit grandiosen Duellen und Überholmanövern begeisterte. Nach einer Kollision in der Boxengasse während Catsburgs Stint ging jedoch Zeit durch Reparaturen verloren.

Am Samstag feierte BMW M Motorsport einen Zweifachsieg durch das BMW Junior Team und den #99 BMW M4 GT3 von ROWE Racing. Im Rennen am Sonntag belegte das BMW Junior Team den zweiten Platz auf dem Podium.

„Für uns im Auto mit der #98 war es ein etwas schwieriges Wochenende“, bilanziert Wittmann. „Sheldon hat das Auto in beiden Top-Qualifyings mit P5 gut platziert, aber wir hatten letztlich in beiden Rennen nicht ganz die Pace, und am Sonntag hat uns der Unfall in der Pitlane zurückgeworfen. Dennoch konnten wir im Samstagsrennen noch einen guten vierten Rang holen. Mein Startstint im Sonntagsrennen war sehr ereignisreich mit vielen Zweikämpfen, Dreikämpfen und Highspeed-Duellen. Doch ich denke, dass wir beim Topspeed-Wert im Vergleich zu den anderen Marken ein bisschen im Hintertreffen sind, was es gerade auf der Döttinger Höhe extrem schwer macht. Doch alles in allem war es eine gute Lernphase für uns, wir sind als Team noch enger zusammengewachsen, und ich hoffe, dass wir unsere Schlüsse daraus ziehen und beim 24-Stunden-Rennen stärker auftreten können. Ich hoffe auch, dass wir unser Pech nun aufgebracht haben und wir beim 24er das entsprechende Glück haben. Ich freue mich auf das Rennen, auf viele, viele Fans und hoffe auf ein gutes Wochenende.“

Die 50. Auflage des berühmten 24-Stunden-Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife wird vom 28. auf den 29. Mai ausgetragen.