15. Juli 2019

Aufstehen, Krone richten und ab in die „Kathedrale des Speeds“

Keine Frage, sein Heimspiel auf dem Norisring hatte sich Marco Wittmann ganz anders vorgestellt. Vier Zähler – so lautete die magere Punkteausbeute des Franken, der auf dem Norisring mal wieder vom Pech verfolgt war. Umso besser für Wittmann und das BMW Team RMG, dass die Pause zum nächsten DTM-Rennen nur wenige Tage beträgt. Viel Zeit zum Hadern bleibt also nicht, der Blick geht nach vorne. Genauer gesagt nach Assen. Dorthin, wo die DTM noch nie zu Gast war und die Ungewissheit bei Fahrern und Teams entsprechend groß ist. „Assen ist komplettes Neuland für mich. Ich bin dort noch nie gefahren, und BMW war dort in der DTM auch noch nicht“, sagt Wittmann. „Daher gibt es noch viele Fragezeichen. Ich kenne nur das Layout und bereite mich im Simulator darauf vor.“

Obwohl die DTM noch nie in Assen gastierte, hat Motorsport dort eine lange Tradition. Bereits 1925 wurde dort das erste Motorradrennen ausgetragen. Zunächst wurde auf öffentlichen Straßen gefahren, 1955 wurde dann der „TT Circuit Assen“ eröffnet. Die auch als „Kathedrale des Speeds“ bezeichnete Strecke ist speziell auf Motorräder ausgelegt, doch auch Autorennen finden dort statt. Der Kurs hat ein flüssiges Layout, auf dem Wittmanns Schaeffler BMW M4 DTM seine Turbo-Power ausspielen kann. Die Strecke ist für ihre hohen Geschwindigkeiten und einige wirklich schnelle Richtungswechsel bekannt. Unterbrochen wird der schnelle Streckenverlauf von einer Spitzkehre.

Den vielen Fragezeichen zum Trotz, hat Wittmann allen Grund, positiv zum fünften DTM-Rennwochenende zu reisen

„Bisher habe ich mich auf neuen Rennstrecken noch nie schwergetan. Ich bin gespannt. Es ist immer eine neue Herausforderung für einen Fahrer, wenn neue Strecken im Kalender sind. Ich hoffe, dass wir dort den Punkteabstand nach vorne wieder verringern können.“

Der DTM-TV-Partner SAT.1 ist am Samstag und Sonntag jeweils ab 13.00 Uhr live auf Sendung. Die Rennen beginnen an beiden Tagen um 13.30 Uhr.