23. Juni 2019

Enttäuschendes 24-Stunden-Rennen für Wittmann

Bitterer Auftritt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring für Marco Wittmann und das Team von ROWE Racing. Noch bevor er beim legendären GT-Highlight mit dem #99 BMW M6 GT3 ins Geschehen eingreifen konnte, waren für Marco Wittmann alle Hoffnungen auf einen Sieg begraben. Auslöser war eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug, als gerade mal eine Stunde des Rennens absolviert war.

„Nach dem Sieg bei VLN1 und dem guten 6-Stunden-Qualifikationsrennen sind wir mit hohen Erwartungen in die Eifel gereist“, sagte Wittmann. „Entsprechend ernüchternd waren für uns die BoP-Einstufung im Vergleich zu den anderen Fahrzeugen und das Qualifying. Wenn man – wie wir – von Startplatz 20 aus ins Rennen geht, muss man von Beginn an sehr hohes Risiko gehen, um nach vorne zu kommen. Das wurde uns im Rennverlauf zum Verhängnis.“

Lediglich in der ersten der geplanten 24 Stunden durfte Wittmann auf seinen ersten Podestplatz beim GT-Klassiker in der „Grünen Hölle“ hoffen, dann wandte sich das Schicksal gegen den 29-Jährigen und seine ROWE-Crew. Beim Verlassen der Boxengasse kam es zu einer folgenschweren Berührung zwischen Wittmanns Teamkollege Jesse Krohn und einem Porsche-Fahrzeug, die einen verbogenen Querlenker zur Folge hatte. Nach einer rund einstündigen Reparatur-Phase  ging es zwar wieder zurück auf die Strecke – allerdings nur kurz. Als das zweite vom Team ROWE Racing eingesetzte Fahrzeug wegen eines defekten Kühlers nicht weiterfahren konnte, zog das Team aus St. Ingbert auch den #99 BMW M6 GT3 zurück.

„Der Rennausgang ist natürlich sehr schade“, sagte Wittmann. „Hinter einem 24-Stunden-Rennen steckt viel Arbeit und viel Vorbereitung – sowohl bei uns Fahrern als auch bei den Mechanikern und dem gesamten Team, dem ein ganz großer Dank für den Einsatz gilt. Für mich richtet sich der Fokus ab jetzt voll und ganz auf meine DTM-Heimrennen auf dem Norisring. Dort will ich – wie auch im vergangenen Jahr – um den Sieg mitfahren.“

Wittmanns Heimrennen finden vom 5. bis 7. Juli im Herzen Nürnbergs statt. Im vergangenen Jahr feierte der gebürtige Franke dort einen viel umjubelten Heimsieg.