10. Juli 2018

Nach dem Heimsieg auf die Paradestrecke

Mit dem Rückenwind vom ersten Podium und danach sogar dem ersten Heimsieg auf dem Norisring geht es für Marco Wittmann direkt an die zuweilen stürmische niederländische Nordseeküste. Auf die Saisonläufe 9 und 10 auf dem ehrwürdigen „Circuit Park“ in Zandvoort, der nur einen Steinwurf entfernt vom Strand direkt in den Dünen liegt, freut sich der zweimalige DTM-Champion ganz besonders, und das nicht wegen des traditionellen Urlaubs-Flairs. Denn auf kaum einer Strecke in der DTM ist Marco Wittmann so stark wie auf der 4,307 Kilometer langen Piste in Zandvoort.

Im vorigen Jahr fuhr er dort nach dem zweiten Platz im Samstagsrennen am Sonntag als Erster über die Ziellinie, seinen zweiten Zandvoort-Sieg verlor er aber nachträglich am Grünen Tisch, weil durch einen Betankungsfehler vor dem Start nach Rennende nicht mehr die vorgeschriebene Menge Rest-Benzin in seinem BMW M4 DTM vorhanden war. Insgesamt kommt Wittmann in den bisherigen acht DTM-Läufen in Zandvoort trotzdem noch auf einen Sieg und drei Podiumsplätze, und er fuhr nie weiter hinten als auf Rang fünf durchs Ziel.

„Zandvoort ist für mich eine meiner Lieblingsstrecken. Auf kaum einer anderen Strecke war ich in der DTM bisher erfolgreicher. Ich habe dort schon einige Siege und Pole Positions einfahren können. Ich freue mich riesig darauf“, sagt Marco Wittmann, der auch vor seiner DTM-Zeit in der Formel 3 Euro Serie in Zandvoort gewonnen hatte: „Natürlich nehme ich viel Schwung vom Norisring mit. Nach meinen Heimrennen hatte ich eine Woche Urlaub, jetzt sind die Batterien wieder aufgeladen.“ Perfekt, um die Aufholjagd in der Gesamtwertung fortzusetzen. Denn nach dem fast perfekten Norisring-Wochenende ist der BMW Pilot jetzt punktgleich mit Markenkollege Timo Glock Dritter, der Rückstand zu Spitzenreiter Gary Paffett beträgt nur noch sieben Punkte.

Nicht nur Marco Wittmann, sondern alle Fahrer lieben den „Circuit Park“, eine Rennstrecke alter Schule, anspruchsvoll und sehr abwechslungsreich. Kuppen und Bodenwellen machen jede Runde zu einer Achterbahnfahrt, der Sand, der vom Küstenwind auf die Fahrbahn geweht wird, bringt zusätzliche Schwierigkeiten. Eine der besten Überholmöglichkeiten bietet die „Tarzanbocht“, die erste Kurve am Ende der Start-und-Zielgeraden. Die Strecke verzeiht allerdings auch keine Fehler, weil es statt asphaltierte Auslaufzonen wie auf vielen modernen Kursen noch klassische Kiesbetten gibt, in denen ein Rennen auch mal ganz schnell vorzeitig zu Ende gehen kann.

Der DTM-TV-Partner SAT.1 ist am Samstag und Sonntag jeweils ab 13.00 Uhr live auf Sendung. Die Rennen beginnen an beiden Tagen um 13.30 Uhr. Die Qualifyings am Samstag um 11:15 Uhr und am Sonntag um 11.20 Uhr werden wie alle Freien Trainings und auch die Rennen auf der Webseite www.dtm.com und in der offiziellen DTM-App im Livestream gezeigt