30. April 2018

Startschuss für die neue Saison

Am Samstag hat das Warten endlich ein Ende: Wenn auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg das erste DTM-Rennen der Saison 2018 gestartet wird, dann ist es exakt 202 Tage her, dass Marco Wittmann an selber Stelle letztmals in seinem BMW M4 DTM um Meisterschaftspunkte gekämpft hatte. Und wenn es nach dem BMW Piloten geht, dürfte die neue Saison genau so anfangen, wie die alte geendet hatte: mit einem Wittmann-Sieg.

In der Zwischenzeit hat die DTM nicht nur bei SAT.1 eine neue TV-Heimat gefunden, auch am Reglement gab es Änderungen, die die Rennen spannender machen sollen. Änderungen in der Aerodynamik sorgen für einen verringerten Anpressdruck, um das Fahrverhalten der Fahrzeuge instabiler und für die Fahrer anspruchsvoller zu machen. Eine veränderte Luftführung an der Front soll zudem das Überholen erleichtern, weil die Aerodynamik im Windschatten weniger sensibel reagiert.

Marco Wittmann kann es kaum noch erwarten, endlich unter Rennbedingungen auszuprobieren, wie diese Änderungen funktionieren und wie die Kräfteverhältnisse zu den Konkurrenten von Audi und Mercedes sind. „Das erste Rennen der Saison wird zeigen, wo wir wirklich stehen. Wir haben unsere Hausaufgaben definitiv gemacht, ich gehe optimistisch in das erste Rennwochenende. Bei jedem von uns ist die Vorfreude riesig, dass die Saison endlich wieder losgeht. Die Veränderungen am Auto merkt man definitiv. Es wird die Sache noch spannender machen“, sagt der Franke, für den der Hockenheimring ein gutes Pflaster ist. Der Erfolg beim Saisonfinale 2017 war sein insgesamt neunter DTM-Sieg, seinen ersten hatte er am 4. Mai 2014 ebenfalls im badischen Motodrom gefeiert, auf der Strecke, auf der die DTM so viele Rennen absolviert hat wie auf keiner anderen.

Viermal wird auch in dieser Saison wieder in Hockenheim um Punkte gekämpft, ganz traditionell je zweimal beim Saisonauftakt und beim -finale. Insgesamt stehen 2018 an zehn Wochenenden 20 Rennen auf dem Kalender, zwei mehr als noch 2017. Im 18-köpfigen Fahrerfeld befinden sich insgesamt sieben bisherige Champions, Marco Wittmann ist darunter der einzige, der sich den DTM-Pokal schon zweimal gesichert hat – 2014 und 2016. Und er hätte sicher nichts dagegen, diesen Zwei-Jahres-Rhythmus fortzusetzen.

Gewöhnen müssen sich die DTM-Fans in diesem Jahr nicht nur an eine neue Startzeit – mit Ausnahme der beiden ersten Nachtrennen der Serie Ende August im italienischen Misano beginnen alle Läufe in der Regel einheitlich um 13.30 Uhr, sondern auch an eine neue Programmtaste auf der Fernbedienung ihrer Fernseher. SAT.1 hat die ARD abgelöst und will mit dem Moderatoren-Duo Andrea Kaiser und Matthias Killing sowie Kommentator Edgar Mielke frischen Wind in die Serie bringen. Unterstützung erhält Mielke durch Co-Kommentator Timo Scheider – Marco Wittmanns Kollege aus dem BMW Werksfahrer-Aufgebot war selbst zweimal DTM-Champion. Für eine ausführliche Vorberichterstattung geht SAT.1 am Samstag und Sonntag jeweils um 13.00 Uhr mit „ran racing“ auf Sendung. Die Qualifyings am Samstag und Sonntag, jeweils von 11.25 bis 11.45 Uhr, werden wie alle Freien Trainings und auch die Rennen auf der Webseite www.dtm.com und in der offiziellen DTM-App im Livestream gezeigt.