Urlaubs-Flair in Zandvoort verleiht Flügel.

16. August 2017 Zurück zur Artikelübersicht »

Bei den Gastspielen der DTM in Zandvoort scheint nicht nur der Energy-Drink seines Sponsors Red Bull Marco Wittmann regelmäßig Flügel zu verleihen. Auch das traditionelle Urlaubs-Flair rund um den ehrwürdigen „Circuit Park“, der nur einen Steinwurf entfernt vom niederländischen Nordsee-Strand direkt in den Dünen liegt, scheint den zweimaligen DTM-Champion regelmäßig besonders anzuspornen. Denn seine Rennbilanz auf der 4,307 Kilometer langen Strecke ist beeindruckend.

Nachdem der Franke schon 2011 noch in der Formel 3 Euro Serie dort gewonnen hatte, landete er 2013 bei seinem ersten DTM-Rennen auf dem Dünen-Kurs schon auf Rang fünf. Ein Jahr später war der zweite Platz in Zandvoort ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum ersten DTM-Titel, 2015 samstags der erste Sieg – an der Spitze einer historischen Phalanx aus sieben BMW M4 DTM. Im vorigen Jahr schließlich sammelte der BMW Pilot mit den Plätzen zwei und vier wichtige Zähler für seinen zweiten Titel. In bislang sechs DTM-Rennen in Zandvoort gab es also einen Sieg, zwei weitere Podiumsergebnisse und nie eine Platzierung schlechter als Rang fünf.

„Ich habe sehr schöne Erinnerungen an Zandvoort und dort schon viele tolle Erfolge gefeiert, zum Beispiel meine erste Poleposition in der DTM, einen Sieg und mehrere Podiumsplätze“, sagt Wittmann, der wie die meisten seiner Kollegen gerne an der Nordsee fährt: „Ich mag die Strecke. Sie hat viele schnelle Kurven und ist mit den umgebenen Dünen eine Art Naturrennstrecke. Ich hoffe auch dort wieder auf ein gutes Wochenende. Unsere Tendenz zeigt seit dem Norisring klar bergauf. So soll es in Zandvoort weitergehen.“ Momentan ist Wittmann in der Gesamtwertung nach den Plätzen drei und sechs zuletzt in Moskau mit 72 Punkten Siebter der Gesamtwertung.

Der „Circuit Park“ ist ein Kurs alter Schule. Mit seinen Kuppen und Bodenwellen gleicht jede Runde einer Achterbahnfahrt. Speziell ist auch der Sand, der vom Küstenwind auf die Fahrbahn geweht wird. Eine der besten Überholmöglichkeiten bietet die „Tarzanbocht“, die erste Kurve am Ende der Start-und-Zielgeraden. Bei den Fahrern ist die Strecke sehr beliebt, weil sie anspruchsvoll und sehr abwechslungsreich ist. Allerdings verzeiht sie auch kaum Fehler. Denn anders als bei vielen modernen Kursen fehlen asphaltierte Auslaufzonen, stattdessen gibt es klassische Kiesbetten, in denen ein Rennen auch mal ganz schnell vorzeitig zu Ende gehen kann.

Das Samstagsrennen beginnt um 14.45 Uhr deutscher Zeit (ab 14.30 Uhr live in der ARD), um die besten Startplätze und die ersten Punkte des Wochenendes wird schon im Qualifying ab 11.40 Uhr (ab 11.35 Uhr live bei ONE) gekämpft. Am Sonntag geht es für Wittmann und seine fünf BMW Kollegen um 12.00 Uhr mit dem Qualifying los (ab 11.55 Uhr live bei ONE), das zweite Rennen wird um 15.15 Uhr gestartet (ab 15.00 Uhr live in der ARD).