Großes Drama für den Champion in Ungarn

18. Juni 2017 Zurück zur Artikelübersicht »

Dass Glück und Pech im Rennsport oft nur wenige Rennrunden beieinanderliegen, hat Marco Wittmann beim Sonntagsrennen auf dem Hungaroring leidvoll erfahren müssen. Nachdem er im Qualifying den zweiten Startplatz klarmachen konnte, schied er im sechsten Saisonlauf zwei Runden vor Schluss mit einem überhitzten Fahrzeug aus.

Lange hielt Wittmann in der 20-minütigen Qualifying-Session die Bestzeit, ehe René Rast dem Champion kurz vor Schluss die mögliche erste Poleposition des Jahres noch wegschnappte. Als Zweiter startete er im Red Bull BMW M4 DTM dennoch zum ersten Mal in dieser Saison aus der ersten Reihe. „Nach dem Qualifying war ich sehr glücklich über den zweiten Startplatz“, sagte Wittmann.

Nach einem nicht ganz perfekten Start fiel der Champion zunächst auf Rang drei zurück – die Performance stimmte jedoch. Wittmann konnte lange vorne mithalten, und entschied sich für einen etwas späteren Boxenstopp als manch andere Konkurrenten. „Die Leistung hat gepasst, nur die Fahrer, die in der ersten Runde gestoppt hatten, konnten uns überholen. Das war in dem Fall die bessere Strategie“, sagte Wittmann. „Das hat uns in dieser Phase des Rennens zwei Positionen gekostet.“

Doch dann begannen die Probleme. „Nach dem Boxenstopp hatten wir eine ziemlich hohe Temperatur im Auto und wussten zunächst nicht wirklich, wodurch diese zustande kam. Letztendlich hat sich herausgestellt, dass sich Styropor im rechten Luftkanal gesammelt hat. Das hat das Auto irgendwann nicht mehr mitgemacht, obwohl mein Red Bull BMW M4 DTM lange durchgehalten hat. Das war wirklich ärgerlich und enttäuschend für uns.“ Kurz vor Ende des Rennens musste Wittmann auf Rang sechs liegend aufgeben.

Zwei Wochen Zeit bleiben dem Champion nun, um die Wunden zu lecken. Dann steht sein Heimrennen auf dem Norisring im DTM-Kalender. Bei der Jagd durch die Straßen Nürnbergs wird Wittmann wieder top-motiviert an den Start gehen.