Als Spitzenreiter in die Dünen

13. Juli 2016 Zurück zur Artikelübersicht »

Das Heimspiel auf dem Norisring hat Marco Wittmann die Führung in der DTM-Fahrerwertung eingebracht – und genau diese will der BMW Pilot jetzt beim Rennwochenende in Zandvoort verteidigen und im Idealfall weiter ausbauen. „Zandvoort hat mir bisher gut gelegen. Deshalb hoffe ich, dass wir uns dort auch diesmal wieder stark präsentieren und erfolgreich sein können. Es ist fantastisch, wieder als Tabellenführer anzutreten. Für uns heißt es jetzt, in Zandvoort zu attackieren und Punkte zu sammeln“, sagt Wittmann.

Im vergangenen Jahr war ihm das auf der Strecke an der niederländischen Nordsee-Küste nahe Amsterdam hervorragend gelungen. Dort holte er im Samstagsrennen den ersten Sieg für BMW Motorsport in der Saison 2016, noch dazu einen historischen. Denn der Franke führte eine Phalanx von insgesamt sieben BMW M4 DTM an, eine solche Dominanz eines Herstellers hatte es in der DTM zuvor noch nie gegeben.

Wittmann liegt die 4,307 Kilometer lange Strecke in Zandvoort. Schon vor seinem Sieg 2015 hatte er 2014 den zweiten Platz belegt und 2011 noch in der Formel-3-Euroserie ein Rennen gewonnen. Der „Circuit Park“ ist ein Kurs alter Schule. Mit seinen Kuppen und Bodenwellen gleicht jede Runde einer Achterbahnfahrt. Speziell ist auch der Sand, der vom Küstenwind auf die Fahrbahn geweht wird. Eine der besten Überholmöglichkeiten bietet die „Tarzanbocht“, die erste Kurve am Ende der Start-und-Zielgeraden.

Bei den Fahrern ist die Strecke sehr beliebt, weil sie anspruchsvoll und sehr abwechslungsreich ist. Allerdings verzeiht sie auch keine Fehler Fehler. Anders als bei vielen modernen Kursen fehlen in Zandvoort asphaltierte Auslaufzonen, stattdessen gibt es klassische Kiesbetten, in denen ein Rennen auch ganz schnell vorzeitig zu Ende sein kann.

Das Rennen am Samstag bietet Fahrern und Zuschauern eine spezielle Atmosphäre, denn der Start findet erst zu ungewohnter Zeit um 18.08 Uhr statt (ab 17.45 Uhr live in der ARD). Am Sonntag muss Marco Wittmann wieder mittags ran, gestartet wird dann um 13.43 Uhr (ab 13.30 Uhr live in der ARD).