Heimspiel auf dem Norisring

21. Juni 2016 Zurück zur Artikelübersicht »

Für die DTM-Fans ist das Wochenende auf dem Norisring immer einer der Höhepunkte der Saison – und für Marco Wittmann in jedem Jahr das große Heimspiel. Denn der BMW Pilot ist gerade einmal wenige Kilometer von dem Stadtkurs mit der historischen Steintribüne entfernt geboren und auch heute noch zu Hause. Dementsprechend werden am Wochenende viele Freunde und natürlich auch Marcos Familie vor Ort sein und ihn kräftig anfeuern.

Für den Piloten des BMW Teams RMG ist das etwas ganz Besonderes. Gerne zeigt er Freunden und Verwandten die Box und seinen Arbeitsplatz, den BMW M4 DTM, auch wenn sein Zeitplan recht eng gesteckt ist und er sich unmittelbar vor den Trainingssitzungen und den Rennen natürlich auf seine eigentliche Arbeit, das Rennfahren, konzentrieren muss. Dennoch spürt er als Lokalmatador in Nürnberg ein spezielles Kribbeln, das schon Tage zuvor einsetzt. So war er bereits am Montag in Vorbereitung auf das Rennwochenende unterwegs, stand bei einer Pressekonferenz Journalisten und Fans Rede und Antwort und stattete zwei Radiosendern in Nürnberg einen Redaktionsbesuch ab.

„Ich freue mich riesig auf mein Heimspiel. Das Ambiente auf und neben der Strecke ist absolut einzigartig. Ich kenne dort sehr viele Leute, zum Beispiel die Streckenposten oder die Mitglieder des Motorsport Club Nürnberg. Dazu kommen viele Freunde und Verwandte. Umso schöner ist es für mich, dort mit dem Rückenwind guter Ergebnisse und Platz zwei in der Fahrerwertung anzutreten“, sagt Wittmann.

Gerade einmal drei Punkte fehlen ihm zur Tabellenführung in der DTM – und es wäre für ihn ein großer Traum, sich diese in seiner fränkischen Heimat zurückzuholen. Dafür bräuchte er auf einer Strecke, die in der Vergangenheit äußerst tückisch war, zwei gute Ergebnisse. So einfach das Strecken-Layout mit zwei langen Geraden, einer Schikane und zwei Kurven auch aussehen mag, so anspruchsvoll ist die Strecke für die Piloten. Nirgendwo sonst in der DTM entscheiden Millimeter über Bestzeit oder Mauerkontakt. Der Norisring duldet keine Fehler.

Bislang steht für Marco Wittmann ein sechster Platz als bestes Ergebnis im „fränkischen Monaco“ zu Buche, auf dem er zuvor in der Formel 3 schon Siege gefeiert hatte. Im vierten Anlauf als DTM-Pilot soll es jetzt aber endlich klappen mit dem ersten „Podium dahoam“.