Wittmann holt mit BMW den Herstellertitel

18. Oktober 2015 Zurück zur Artikelübersicht »

Freud und Leid am Hockenheimring: Im letzten Rennen der DTM-Saison 2015 schied Marco Wittmann zwar aus, hatte aber dennoch Grund zum Jubeln.

Der Fahrer vom BMW Team RMG musste nach dem Verlust seiner Motorhaube in der neunten Runde in Folge einer Berührung mit Pascal Wehrlein die Box ansteuern und anschließend das Rennen vorzeitig beenden. Sein Teamkollege Maxime Martin konnte nach dem dritten Platz am Samstag mit Rang sechs auch diesmal für BMW punkten. António Félix da Costa (Platz sieben), Bruno Spengler (Platz acht) sowie Martin Tomczyk (Platz zehn) machten den Titelgewinn perfekt.

Schon das Qualifying war für Wittmann nicht nach Plan verlaufen. Wie am Tag zuvor konnte sich der Champion von 2014 in seinem Ice-Watch BMW M4 DTM nur für Position 16 qualifizieren. Nach einem turbulenten Start mit einigen Zwischenfällen fiel er bis auf Platz 19 zurück. In Kurve sechs der neunten Runde kam es dann zum Zusammentreffen mit Wehrlein: Die Motorhaube des Ice-Watch BMW M4 DTM wurde meterweit weggeschleudert, und der BMW Pilot musste aufgeben.

Die Enttäuschung angesichts dieses ernüchternden Saisonfinales stand Wittmann deutlich ins Gesicht geschrieben: „Es ist natürlich schade, eine Saison mit einem Ausfall zu beenden. Doch ich denke, es spiegelt unsere Saison wider, die Höhen und Tiefen geprägt war. Wir haken das jetzt ab, bereiten uns im Winter gut vor und versuchen, im neuen Jahr stärker wiederzukommen.“ Dennoch überwog die Freude über den Sieg der gesamten BMW Mannschaft. „Heute zählt, dass wir mit BMW den Herstellertitel gewonnen haben. Das ist großartig und für uns alle ein Grund zu feiern.“

In der Teamwertung mussten sich Wittmann und Martin knapp dem gooix/Original-Teile Mercedes-AMG Team um den neuen DTM-Champion Wehrlein geschlagen geben. Dieser hatte sich bereits gestern vorzeitig den Gewinn der Fahrerwertung gesichert.