02. August 2015

Berg- und Talfahrt

Nach 24 Grad und Sonnenschein am Samstag wurde das zweite Rennen auf dem Red Bull Ring zur Wasserschlacht. Sturzbachartige Regenfälle seit den frühen Morgenstunden verwandelten die Strecke in eine Rutschbahn, die Marco Wittmann auf Rang zwölf spülte.

Schon im Qualifying zum zehnten DTM-Lauf der Saison zeichnete sich ab, dass alle BMW Fahrzeuge unter diesen Witterungsbedingungen die Pace der Konkurrenz nicht mitgehen konnten. Nach der 20-minütigen Session stand für Wittmann Startplatz 21 zu Buche. „Es war natürlich schwierig, von dieser Position aus noch etwas im Rennen auszurichten“, sagte der amtierende DTM-Champion.

Um 15.15 Uhr regnete es zunächst so heftig, dass der Start um 15 Minuten verschoben werden musste. Da auf der Strecke auch danach teilweise noch so viel Wasser stand, entschied die Rennleitung, den Lauf am Sonntag hinter dem Safety Car zu starten. Das Sicherheitsfahrzeug blieb fünf Runden auf der Strecke – danach nahmen die 24 Fahrer im Feld Rennpace auf.

Bereits in Runde acht kam Wittmann als einer der ersten Fahrer zum Reifenwechsel an die Box. Eine gute Entscheidung des Teams: Durch den frühen Stopp wurde der Youngster einige Plätze nach vorn gespült. Wittmann konnte aufgrund einer im Regen starken fahrerischen Leistung insgesamt neun Plätze gutmachen. Am Ende sah er als Zwölfter die Zielflagge.

„Letztlich muss man aus dem heutigen Tag das Positive herausziehen“, sagte Wittmann. „Unsere Strategie, früh zu stoppen und sich aus unnötigen Zweikämpfen herauszuhalten, ist aufgegangen. Dadurch konnten wir einige Plätze gutmachen. Leider wurden wir nicht mit Punkte belohnt. Aber es ist natürlich schwer, vom 21. Startplatz in die Top-10 zu fahren. Insgesamt war es ein schwieriges Wochenende für uns. Das ist schade, denn ich mag die Strecke und hatte bisher gute Rennen hier. Jetzt müssen wir die Köpfe zusammenstecken und sehen, was wir für Moskau verbessern.“

Die nächsten beiden DTM-Läufe in Russlands Hauptstadt finden am 29. und 30. August statt.