12. Mai 2015

Nächste Ausfahrt: Hölle

Vor Marco Wittmann liegt ein Höllen-Trip. Der Youngster reist in dieser Woche in die Eifel. Nicht, um sein DTM-Team RMG zu besuchen, das in Niederzissen beheimatet ist. Vielmehr steht der Höhepunkt der Langstreckensaison an: Wittmann bestreitet das 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife.

Der Marathon in der Eifel findet in diesem Jahr zum 43. Mal statt. Am16. und 17. Mai heizt Wittmann der Hölle mit dem BMW Z4 GT3 ein. „Ich freue mich total auf meinen Einsatz“, sagt er. „Das 24-Stunden-Rennen ist im Langstreckensport das Highlight des Jahres. Die Fannähe, die unzähligen Zuschauer und die einzigartige Nordschleife machen diese Veranstaltung zu etwas ganz Besonderem.“

Erstmals wird Wittmann beim Langstreckenklassiker für das BMW Sports Trophy Team Schubert antreten, das werksseitig durch BMW Motorsport unterstützt wird. Der DTM-Champion von 2014 wechselt sich am Steuer des BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 19 mit USCC-Pilot Dirk Werner, Dirk Müller und Alexander Sims ab. Die Ziele von Wittmann sind hoch gesteckt: „Wir wollen gewinnen! Ich hoffe, dass ich zusammen mit meinen Teamkollegen eine gute Performance abliefern kann und wir mit um den Sieg fahren können.“

Bereits zum dritten Mal nimmt Wittmann Anlauf, den Klassiker in der Eifel als Sieger zu beenden. Als Fahrer des BMW Team Vita4One feierte er 2012 seine Premiere bei diesem Langstreckenklassiker und kam auf Platz neun ins Ziel. Im vergangene Jahr griff er für das BMW Sports Trophy Team Marc VDS ins Lenkrad. Aber die Grüne Hölle forderte einmal mehr ihren Tribut. Das Aus für den aktuellen DTM-Champion kam in der zehnten Rennstunde. Wittmann wurde in der Nacht im Bereich Pflanzgarten von einem anderen Fahrzeug getroffen und in die Leitplanke geschoben. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich gemeinsam mit seinen Kollegen Maxime Martin, Jörg Müller und Uwe Alzen nach ihrem Dreher in der Anfangsphase zurück in die Spitzengruppe gekämpft. „Der Ausfall war für das ganze Team unheimlich schade“, sagte Wittmann. „Wir hatten eine gute Pace und eine gute Performance. Die Autos waren perfekt.“

In diesem Jahr soll alles besser werden. „Wenn wir durchkommen, haben wir eine Chance“, sagt Wittmann. Die Entscheidung über die Startplätze beim 24-Stunden-Klassiker fällt am Freitag, den 15. Mai. Gestartet wird das Rennen am Samstag um 16 Uhr