Wittmann hat die 1 am Start

28. April 2015 Zurück zur Artikelübersicht »

Es ist der Traum jedes Rennfahrers: mit der Nummer eins auf dem Auto an den Start zu gehen. Für Marco Wittmann wird dieser Traum wahr. Beim Auftakt in die neue DTM-Saison am Wochenende wird er als amtierender Champion mit der Startnummer eins auf seinem Ice-Watch BMW M4 DTM in das erste Qualifying des Jahres gehen.

Die Erwartungen an die neue Saison sind beim jüngsten DTM-Champion aller Zeiten hoch. „Es versteht sich von selbst, dass ich nach Möglichkeit an die Erfolge aus der Vorsaison anknüpfen möchte“, sagt Wittmann. Einfach wird das nicht. Die Konkurrenz von Audi und Mercedes lauert: Wittmann ist 2015 der Gejagte! Dennoch geht der schnelle Youngster optimistisch in das erste Rennwochenende des Jahres. „Ich denke, dass wir eine gute Vorbereitung hatten. Trotzdem weiß man vor dem ersten Rennen nie zu 100 Prozent, wo man im Vergleich zur Konkurrenz steht. Für die Fans jedenfalls wird der Saisonauftakt in Hockenheim ein Spektakel.“

Das liegt vor allem an dem neuen DTM-Format. Erstmals seit 15 Jahren werden in der populären Tourenwagenserie wieder zwei gleichwertige Läufe pro Veranstaltung ausgetragen – einer am Samstag (40 Minuten), ein weiterer am Sonntag (60 Minuten). Auf Wittmann und sein BMW Team RMG warten damit insgesamt 18 Rennen an neun Wochenenden. Bevor am 17. und 18. Oktober das Saisonfinale ebenfalls auf dem Hockenheimring ausgetragen wird, stehen mit dem Lausitzring, dem Norisring, dem Nürburgring und Oschersleben vier weitere Stationen in Deutschland auf dem DTM-Programm. Die drei Gastspiele im Ausland finden in Zandvoort, Spielberg und Moskau statt. Auch 2015 überträgt die ARD alle Rennen der DTM live. Am Samstag beginnt die Übertragung des ersten Laufs in Hockenheim um 14.30 Uhr. Der Countdown für das zweite Rennen des Wochenendes am Sonntag startet um 13.20 Uhr.

Neben dem Rennformat gibt es im Reglement noch weitere Neuerungen: Künftig wird nur noch eine Reifenmischung zum Einsatz kommen. Die beiden 20-minütigen Qualifyings am Samstag und Sonntag sowie die Rennen werden mit einem Einheitsreifen gefahren. Insgesamt stehen Wittmann vier Sätze Trockenreifen zur Verfügung. Auch die Einsatzmöglichkeiten für das Drag Reduction System (DRS) werden erweitert: Das System darf drei Mal pro Runde eingesetzt werden, sofern ein Fahrer nach Überqueren der Start-Ziel-Linie weniger als eine Sekunde Abstand zum Vordermann hat. Der Heckflügel lässt sich vom Fahrer per Knopfdruck um 18 statt bisher 16 Grad absenken, um Überholmanöver zu erleichtern.

Und eines ist klar: Überholt werden soll vor allem die Konkurrenz…