Die heiße Schlussphase beginnt

09. September 2014 Zurück zur Artikelübersicht »

Die DTM-Saison 2014 biegt auf die Zielgerade ein. Vor dem achten Lauf der Tourenwagenserie auf dem Lausitzring ist Marco Wittmann in einer komfortablen Ausgangsposition. Der Youngster hat in der Fahrerwertung einen 64-Punkte-Vorsprung auf die beiden Zweitplatzierten Audi-Piloten Mattias Ekström und Edoardo Mortara. Wenn alles gut läuft, könnte Wittmann in der Lausitz vorzeitig DTM-Champion werden.

Doch an den Rechenspielen im Titelkampf will sich Wittmann im Vorfeld des Rennens nicht beteiligen. „Natürlich ist mir bewusst, dass ich einen großen Vorsprung auf meine Verfolger habe“, sagt er. Nach vier Saisonsiegen führt der BMW Team RMG Pilot die Fahrerwertung mit 120 Punkten souverän an. „Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht an den Titel denke. Allerdings bin ich mit meiner Taktik, von Rennen zu Rennen zu denken, bisher hervorragend gefahren. Deshalb bleibe ich meiner Linie treu. Ich konzentriere mich jetzt voll und ganz auf den Auftritt auf dem Lausitzring.“

Ein Selbstläufer wird das achte Saisonrennen aber ganz gewiss nicht. Wittmann und BMW Motorsport sind gewarnt, denn im vergangenen Jahr verlief das 115 Kilometer südlich von Berlin ausgetragene Rennen enttäuschend. „Der Lausitzring zählt nicht unbedingt zu meinen Lieblingsstrecken“, sagt Wittmann. „Dennoch habe ich dort in meiner Zeit in der Formel BMW, der Formel 3 und im vergangenen Jahr in der DTM viel Erfahrung gesammelt. 2013 allerdings hatte ich Pech und bin ausgefallen. Dennoch bin ich zuversichtlich – trotz der zehn Kilogramm Performance-Gewicht, die ich im Auto habe.“

Die Zuversicht kommt nicht von ungefähr. Vor gut zwei Wochen haben Wittmann und BMW Motorsport auf dem „EuroSpeedway“ einen viertägigen Test absolviert. Zahlreiche Long-Runs auf Standard- und Optionsreifen standen auf dem Programm. Zudem prüften die Ingenieure mehrere Set-Up-Varianten, die im Rahmen der begrenzten Trainingszeit an den Rennwochenenden der DTM ansonsten nicht gefahren werden konnten. „Die Testrunden im BMW M4 DTM sind sehr gut verlaufen“, sagt Wittmann. „Ich konnte über 500 Kilometer absolvieren. Wir hatten keinerlei Probleme mit dem Auto. Alles lief vollkommen normal. Ich bin mit den Testergebnissen sehr zufrieden. Wir konnten wertvolle Erkenntnisse sammeln. Für den achten DTM-Lauf auf dem Lausitzring und den Saisonendspurt sind wir gut gerüstet.“