Höhen und Tiefen in einem turbulenten Rennen

18. Mai 2014 Zurück zur Artikelübersicht »

Marco Wittmann und sein BMW Team RMG haben erlebten am Rennsonntag in Oschersleben ein Wechselbad der Gefühle. Wie bei seinem Sieg vor zwei Wochen in Hockenheim lag Wittmann auch beim zweiten Saisonrennen zunächst in Führung. Doch in der folgenden Regen-Lotterie mit drei Safety-Car-Phasen und technischen Problemen musste er sich letztlich mit Rang 19 begnügen.

Nachdem er die Qualifikation am Samstag in seinem Ice-Watch BMW M4 DTM als Zweitschnellster beendet hatte, rückte Wittmann nachträglich auf die Poleposition vor. Audi-Pilot Miguel Molina wurde wegen eines Regelverstoßes aus der Qualifying-Wertung ausgeschlossen und verlor damit Startplatz eins an den Franken.

Trotz widriger Bedingungen lief im zweiten Saisonrennen zunächst alles nach Plan für Wittmann. Auf den weichen Trockenreifen führte er das Feld an. „Ich habe von der Poleposition einen guten Start gehabt und bin gut durch die erste Kurve gekommen, was hier in Oschersleben sehr wichtig ist“, berichtet Wittmann. „Mit dem ersten Stint war ich sehr zufrieden. Ich konnte mich absetzen, obwohl es begonnen hatte zu nieseln und die Bedingungen auf Slicks nicht einfach waren. Die Pace war gut, und ich hatte einen komfortablen Vorsprung.“

Als der Regen stärker wurde, steuerte Wittmann nach der siebten Runde die Box an und holte sich Regenreifen ab. Als Zweiter reihte er sich wieder ein. Wenig später wendete sich dann das Blatt. „Beim Re-Start nach der ersten Safety-Car-Phase habe ich mich etwas verbremst, als ich Gary Paffett überholen wollte. Dadurch habe ich ein paar Positionen verloren“, meint er. Zur Rennmitte lag Wittmann auf dem sechsten Rang, doch es folgte ein weiterer Rückschlag: „Ich hatte das Problem, dass die Gänge hängen geblieben sind und ich nicht mehr richtig schalten konnte. Deshalb musste ich außerplanmäßig an die Box.“ Wittmann konnte das Rennen zwar wieder aufnehmen, fiel jedoch mit einer Runde Rückstand ans Ende des Feldes zurück.

Sein Fazit: „Das ist natürlich ärgerlich, aber letzten Endes hatten wir ein gutes Wochenende, viele Punkte wären möglich gewesen. Doch im Motorsport liegen Glück und Pech eben nah beieinander.“ In der Fahrerwertung belegt der BMW Team RMG Pilot nun Rang drei, sein Rückstand auf den neuen Spitzenreiter Mike Rockenfeller beträgt fünf Punkte. Das dritte Saisonrennen wird am 1. Juni auf dem Hungaroring bei Budapest ausgetragen.