Eine andere Gewichtsklasse

13. Mai 2014 Zurück zur Artikelübersicht »

In der DTM geht es Schlag auf Schlag: Nach dem Saisonauftakt in Hockenheim steht an diesem Wochenende bereits das zweite Rennen des Jahres auf dem Programm. Marco Wittmann tritt am 18. Mai mit seinem Ice-Watch BMW M4 DTM auf dem 3,696 Kilometer langen Kurs in der Motorsport Arena Oschersleben an.

Die Vorzeichen für den Showdown in der Magdeburger Börde könnten nicht besser sein. Wittmann reist mit dem ersten DTM-Sieg seiner Karriere im Gepäck zur Rennstrecke in Sachsen-Anhalt. Der Erfolg beim Saisonstart auf dem Hockenheimring war zugleich sowohl der erste für den neuen BMW M4 DTM und sein BMW Team RMG sowie der insgesamt 60. für BMW in der DTM. Wittmanns Triumph am ersten Maiwochenende – ein Erfolg für die Ewigkeit. „Dieser Sieg macht mich stolz“, sagt der Youngster.

Entsprechend groß ist die Vorfreude beim schnellen Franken auf seinen nächsten Auftritt in Oschersleben. „Ich gehe mit Selbstvertrauen und Zuversicht in den zweiten DTM-Lauf“, sagt er. Eines aber erschwert die kommende Aufgabe: die Performance-Gewichte, die Wittmann für das zweite Rennen in sein Fahrzeug laden muss. Als Rennsieger muss er laut 2014er Reglement fünf Kilogramm Ballast zuladen, wodurch das Gesamtgewicht seines Ice-Watch BMW M4 DTM auf 1.125 Kilogramm steigt. „Daher wird es besonders wichtig sein, dass mein Team und ich für das Qualifying und das Rennen das perfekte Set-up für mein Fahrzeug finden“, sagt Wittmann. „Denn der Abstimmung kommt aufgrund der Performance-Gewichte dieses Mal eine noch größere Bedeutung zu. Es wird schwierig, eine Prognose für den Rennausgang zu abzugeben.“

In der vergangenen Saison belegte Wittmann als zweitbester BMW Fahrer nach Sieger Augusto Farfus den zwölften Rang in der Motorsport Arena. Der Kurs bietet eine gute Mischung aus langsamen Kurven, in denen vor allem Traktion von Bedeutung ist, und flüssigen Abschnitten. Besonders am Start ist von den Fahrern höchste Konzentration gefragt, denn in der ersten 90-Grad-Linkskurve geht es traditionell eng zu. Eine weitere Schlüsselstelle ist die Schikane vor der Gegengerade. Insbesondere dort müssen die Autos aggressiv über die Randsteine fahren, ohne Zeit zu verlieren. Nach dem Hockenheim-Sieg liegen sowohl Wittmann als auch sein BMW Team RMG mit jeweils 25 Zählern an der Spitze der Fahrer- sowie der Teamwertung.