Der Traum vom Podestplatz

11. Juli 2013 Zurück zur Artikelübersicht »

Urlaub, Tickets, Erwartungsdruck: Im Interview spricht Marco Wittmann über seine Gefühlslage vor dem Heimrennen am Norisring.

Die Sommerpause in der DTM ist vorüber. Wie war dein Urlaub?
Marco Wittmann: Richtig Urlaub gemacht habe ich nicht. Es war einfach keine Zeit, um wegzufahren. Ich habe in der Werkstatt meiner Eltern ausgeholfen, in meinem erlernten Beruf als Karosseriebauer. Obwohl mein Hauptjob heute der Motorsport ist und ich als DTM-Fahrer viel unterwegs bin, arbeite ich, sofern keine anderen Termine anstehen, noch immer gerne im Betrieb mit. Es macht großen Spaß, an den Autos zu schrauben. Aber nach dem Rennen in Moskau nehme ich mir einige Tage frei. Dann fahre ich tatsächlich in Urlaub. Wohin die Reise geht, steht allerdings noch nicht fest.

Du lebst 15 Kilometer vom Norisring entfernt in Fürth. Am Wochenende hast du also Heimspiel. Ist der Druck vor dem Rennen größer?
Wittmann: Nein, aber die Motivation. Schließlich will ich gerade vor heimischem Publikum eine gute Leistung zeigen. Aber das wird mir bestimmt gelingen, wenn das Auto passt. Ich habe gute Erinnerungen an den Norisring. Das wird mein fünftes Rennwochenende in Nürnberg. In meiner Formel-3-Zeit konnte ich dort zwei Rennen gewinnen. Der Kurs scheint mir zu liegen.

Hand aufs Herz: Wie viele Karten hast du für Familie, Bekannte und Freunde besorgen müssen?
Wittmann: Bis jetzt weiß ich von 70 Tickets. Wenn das so weiter geht, gibt es wahrscheinlich auf der Tribüne einen eigenen Wittmann-Fanblock. Selbst Kunden der Werkstatt meines Vater wollten Karten haben.

Mit welchen Erwartungen gehst du ins Rennen am Sonntag?
Wittmann: Mein Ziel ist es, in die Punkte zu kommen. Mein Traum allerdings wäre ein Platz unter den ersten Drei. Am Norisring auf dem Podium zu stehen, wäre einfach fantastisch. Aber eine Prognose abzugeben, ist schwierig. Am besten, ich mache mir keine großen Gedanken, sondern lasse einfach alles auf mich zukommen.