„Das Publikum pusht mich enorm“

11. Juli 2013 Zurück zur Artikelübersicht »

„Heimrennen“ – ein beliebter Begriff im Motorsport. Aber was bedeutet es für einen Rennfahrer, vor der eigenen Haustüre in einem DTM-Auto seine Runden zu drehen? Marco Wittmann ist im vom Norisring 40 Kilometer entfernten Markt Erlbach aufgewachsen, jetzt lebt er in Fürth. Am 14. Juli bestreitet der DTM-Rookie sein Heimrennen auf den Straßen Nürnbergs. Hier beschreibt der Youngster, mit welchem Gefühl er ins Wochenende geht.

„Liebe Fans, Heimrennen haben ein besonderes Flair. Vor dem eigenen Publikum anzutreten, pusht mich als Fahrer wirklich enorm. Es ist ein wahnsinniges Gefühl, dass Menschen extra wegen mir zu einem Rennen kommen. Ich freue mich über jeden einzelnen Fan, der von mir ein Autogramm oder ein Foto möchte und mir die Daumen drückt. Ich weiß, dass viele Menschen hier in der Region meinen Werdegang im Motorsport verfolgen. Diese Unterstützung, die ich besonders bei einem Heimrennen hautnah erleben darf, macht mich richtig stolz. Vor dem Norisring-Wochenende ist aber nicht nur das Interesse der Fans an meiner Person gestiegen, sondern auch das der Medien.

Aufgrund meines guten Saisonstarts haben zahlreiche Zeitungen und Fernsehsender über mich berichtet. Wer glaubt, dass ich die Berichterstattung nicht verfolge, liegt falsch. Ich genau wissen, was über mich geschrieben und gesagt wird. Das gehört zum Rennfahrer-Job dazu.

Ich kenne am Norisring jeden Millimeter – auf und abseits der Strecke. Hier habe ich in der Formel 3 schon Rennen gewonnen. Die Charakteristik des Kurses verlangt von mir als Fahrer und von meinem Ice-Watch BMW M3 DTM besondere Leistungen. Lange Geraden, enge Kurven und harte Bremsmanöver – in jeder der 83 Runden ist Konzentration gefragt. Fehler enden auf dem welligen Asphalt meist in der Mauer.

Streckenführung, Fans, Aufmerksamkeit durch Fans und Medien – alles das macht ein Heimrennen so speziell.

Euer Marco