Drei Fragen an… Marco Wittmann

26. September 2012 Zurück zur Artikelübersicht »

Als Test- und Entwicklungsfahrer von BMW Motorsport erlebt Marco Wittmann (DE) eine lehrreiche Saison. Er ist bei jedem DTM-Wochenende vor Ort und in die Abläufe der drei BMW Teams eingebunden. Was er aus dem Jahr 2012 sonst noch mitnimmt, verrät er im Interview.

Marco, wie fällt nach acht DTM-Rennen Ihr Zwischenfazit als Test- und Entwicklungsfahrer aus?

Marco Wittmann: „Ich bin sehr zufrieden damit, wie die erste Jahreshälfte verlaufen ist. BMW hat sich stark in der DTM zurückgemeldet. Ich bin bei allen Rennen ganz nah dran und habe auch einen gewissen Anteil an den Erfolgen. Umso glücklicher bin ich natürlich, wenn es gut läuft. Ich fühle mich absolut als Teil des Teams. Toll ist, dass wir noch immer viel Luft nach oben haben. Die Konkurrenz ist in der DTM deutlich erfahrener als wir. Aber wir lernen schnell und werden immer besser. Das macht Lust auf die beiden abschließenden Rennen und auch die kommende Saison.“

 

Sie sind nicht nur bei Tests, sondern auch bei vielen weiteren Events mit BMW Beteiligung im Einsatz…

Wittmann: „Ja, und das macht ebenfalls riesigen Spaß. Beim DTM-Event in München saß ich zum Beispiel für Taxifahrten in der BMW Welt am Steuer eines BMW M3 GT4. So etwas macht man auch nicht alle Tage. Beim Le Mans Classic habe ich FIA-Präsident Jean Todt auf eine schnelle Runde im BMW M3 GT mitgenommen. Das war eine ganz besondere Ehre für mich. Auch die Einsätze mit dem BMW Z4 GT3 waren insgesamt sehr positiv. Zwar haben wir beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring nicht das erreichen können, was wir uns vorgenommen hatten. Trotzdem habe ich jede Runde in der ‚Grünen Hölle‘ und am Steuer des BMW Z4 GT3 genossen. Zuvor war ich ausschließlich bei Sprintrennen gestartet. Auf der Langstrecke habe ich eine Menge gelernt.“

 

Wie sieht für Sie der Ablauf eines DTM-Rennwochenendes aus?

Wittmann: „Ich bin bei allen Meetings dabei und lerne an jedem Wochenende sehr viel dazu. Das hilft mir natürlich sehr, so viel wie möglich von der Arbeit meiner Fahrerkollegen und der Ingenieure mitzubekommen. Dabei geht es um Themen wie Set-up, Strategie und vieles mehr. Ich führe viele Gespräche mit den Jungs – und alle sind mir gegenüber sehr aufgeschlossen und teilen ihre Informationen mit mir. Die Atmosphäre unter uns sieben Fahrern ist ohnehin super. Ich will lernen und mich so gut wie möglich auf meine eigenen Testeinsätze im BMW M3 DTM vorbereiten.“