07. Februar 2018

Starke Leistung wird nicht belohnt: Marco Wittmann in Bathurst ohne Fortune

Bei seinem Auftakt in die Motorsport-Saison 2018 ist Marco Wittmann eine Top-Platzierung verwehrt geblieben. Nach einem Unfall musste das BMW Team Schnitzer um Wittmann, Chaz Mostert und Augusto Farfus mit dem BMW M6 GT3 beim 12-Stunden-Klassiker von Bathurst aufgeben.

Zunächst sah es danach jedoch nicht aus – im Gegenteil: Alles schien angerichtet für einen perfekten Auftakt in das Jahr. Schon bei den ersten Trainings auf dem „Mount Panorama Circuit“ hatte das BMW Trio einen starken Eindruck hinterlassen und den BMW M6 GT3 in jeder Einheit auf einen Platz unter den besten Drei gestellt. Noch besser lief es im Qualifying: Mit einer Runde von 2:01,934 Minuten sicherte sich Mostert die Bestzeit und durfte tags darauf vom ersten Startplatz ins Rennen gehen.

„Wir hatten ein großartiges Auto, vor allem im Qualifying und in den ersten beiden Stints am Morgen. Chaz hat einen mega Job gemacht, ist davongezogen, und wir haben mit dem BMW M6 GT3 eine starke Performance gezeigt“, sagte Wittmann nach dem Rennen.

Ungefährdet zog das Trio während der Anfangsphase davon und fuhr sich ein komfortables Polster heraus. Einziger Wermutstropfen: Mehrere Safety-Car-Phasen sorgten dafür, dass das Trio im #43 BMW M6 GT3 am Morgen davon nicht mehr profitieren konnte.

„Als die Sonne herauskam und die Temperaturen stiegen, hat es uns etwas an Top-Speed gefehlt. Da war es schwierig für uns, zu überholen. Zudem hat uns eine Durchfahrtstrafe zurückgeworfen. Doch wir haben uns wieder nach vorne gekämpft und lagen auf einer aussichtsreichen Position“, sagte Wittmann.

Rund zweieinhalb Stunden vor dem Ende folgte das bittere Aus. Auf Rang vier liegend kollidierte Mostert im Duell mit mehreren anderen Fahrzeugen. Zwar gelang es dem Australier noch, an die Box zurückzukehren, doch das Auto war zu schwer beschädigt, um das Rennen fortzusetzen.

„Chaz hat es versucht – manchmal klappt es, und manchmal eben nicht. Aber er hat es wenigstens versucht. Es ist natürlich schade, denn wir hatten das Podium immer noch im Visier – oder vielleicht sogar den Sieg. Es waren noch über zwei Stunden zu fahren. Doch das ist Racing, und so etwas kann passieren“, so Wittmann.

Ähnlich durchwachsen lief es in Bathurst für das Trio im #100 BMW M6 GT3, das für das BMW Team SRM an den Start gegangen war. Nach einer Disqualifikation im Qualifying zeigten Wittmanns BMW DTM-Kollegen Timo Glock und Philipp Eng sowie Teamchef Steve Richards eine starke Aufholjagd und arbeiteten sich schnell vom 49. Platz in die Spitzengruppe nach vorne. In der Schlussphase kostete ein Bremsproblem jedoch einiges an Zeit, und das Trio belegte am Ende den neunten Rang.