02. Juli 2017

Der Traum vom Treppchen

Nur zwei Runden – und Marco Wittmann hätte das erste Mal in seiner DTM-Karriere bei seinem Heimrennen einen Podesterfolg gefeiert.

Es war ein äußerst turbulentes Sonntagsrennen, das die Zuschauer am Dutzendteich erlebt haben. Zwei Safety-Car-Phasen, einen Rennabbruch, unzählige Zweikämpfe und zwei Restarts haben den achten DTM-Lauf zu einem Spektakel gemacht. „Das Rennen an sich lief gut“, sagt Wittmann. „Dank unserer Strategie, nach der zweiten Runde zu stoppen, konnte ich Positionen gutmachen und bin längere Zeit auf Rang neun gefahren. Nach dem Re-Start habe ich sechs Positionen herausgeholt und war Dritter – was für eine Wahnsinnsrunde.

Wittmanns Gegner waren auf kalten Reifen etwas vorsichtiger, der Lokalmatador griff voll an. „Das ging auf: Ich lag lange Zeit auf Podiumskurs und konnte die Pace der Führenden mitgehen. Ich musste beim DRS aber ein bisschen aufpassen, weil ich nicht mehr allzu viel zur Verfügung hatte.“ Dann sah Wittmann die Chance, Lucas Auer zu attackieren und sich sogar Rang zwei zu sichern. „Zwei Runden vor Schluss hat er einen kleinen Fehler gemacht und ich habe versucht, das auszunutzen“, sagt Wittmann. „Dabei kamen Edoardo Mortara und Mattias Ekström aber an mir vorbei. Es ist wirklich schade, dass es am Ende nur der fünfte Platz geworden ist.“

Aber der Traum vom ersten Podium auf dem Norisring lebt weiter. In der kommenden Saison wird Wittmann bei seinem Heimrennen wieder alles geben, um den Zuschauern auf den Tribünen eine unvergessliche PS-Show zu bieten. 125.000 Fans waren an diesem Wochenende nach Nürnberg gekommen.

In drei Wochen stehen die Saisonläufe neun und zehn auf dem Programm, wenn die DTM in Moskau Station macht.